Header-rhw-management

Das Ziel: Eine saubere Kita

von rbaumann | März 10, 2015 | Neu, rhw-praxis, Wissen-Hygiene, Wissen-Reinigung

182 Kitas, über 24.000 Kinder und mehr als 5.000 Mitarbeiter – das sind die „Elbkinder“, der größte Kita-Träger in der Hansestadt Hamburg. Und noch eine beeindruckende Zahl: 200.000 Quadratmeter Fläche müssen in den Kitas täglich gereinigt werden.

Den Überblick hat hier Diplom-Oecotrophologin Heike Baumgarten. Sie arbeitet seit 20 Jahren als Fachberaterin für Gebäudereinigung in der Zentralverwaltung des Kita-Trägers.

„Wir haben in allen Kitas noch zu 100 Prozent Eigenreinigung“, berichtet Heike Baumgarten. In einer der Elbkinder-Kitas in der Scheplerstraße in Hamburg-Altona treffen wir die Fachberaterin zusammen mit der HWL Kerstin Ortmann, die in dieser Kita den Hauswirtschaftsbereich managt.

In der Kita Scheplerstraße werden 140 Kinder betreut und wie auch in allen anderen Elbkinder-Kitas wird mit eigenen Reinigungskräften während der Betriebszeit der Kita von 5 bis 20 Uhr gereinigt, allerdings eher in den „kinderarmen“ Randzeiten. Dass gereinigt wird, sollen die Kinder mitbekommen. Und sie sollen auch die Reinigungskräfte kennen. „Das gehört zum pädagogischen Ansatz. Aber bei vollem Betrieb zu reinigen ist nicht möglich“, erklärt Heike Baumgarten.

HWL Kerstin Ortmann bestätigt: „Die Kinder haben einen guten Kontakt zu den Hausarbeiterinnen, die in der Reinigung tätig sind. Sie helfen den Kindern auch schon mal in die Jacke oder beim Schuhe binden.“ Rund 700 hauswirtschaftliche Kräfte (hier Hausarbeiterinnen genannt) sind insgesamt in den Kitas tätig. Angestellt sind sie in der Vereinigung Kita Servicegesellschaft mbH, einer Tochter der Elbkinder gGmbH, die 2005 gegründet wurde.

Ergebnisorientierte Reinigung

In den Kitas gibt es keine festgelegten Reinigungspläne, sondern die Reinigung erfolgt ergebnisorientiert. Mit Hilfe einer Standard-Checkliste wurde für alle Räume festgelegt, wie der jeweilige Raum aussehen muss, wenn die Reinigungskraft ihre Reinigungsarbeiten beendet hat. „Ich lege mit den Hausarbeiterinnen zusätzlich fest, wie oft wann was gemacht werden muss, wenn es sich um besondere Reinigungsaufgaben handelt, die nur in großen Zeitabständen zu erledigen sind“, erklärt Kerstin Ortmann. Die Kontrolle der Reinigungsqualität erfolgt über die HWLs vor Ort. So findet viermal jährlich eine Qualitätsüberprüfung durch die Hauswirtschaftsleitung statt, aber Kerstin Ortmann betont, dass natürlich bei Problemen eine sofortige Reaktion und Ansprache der Hausarbeiterinnen erfolgt.
Alexandra Höß

Mehr zum Thema lesen Sie in der rhw praxis-Ausgabe 1/2015

Fotos: A. Höß

Weitere Beiträge

Diakonie: Ursula Schukraft verabschiedet

Diakonie: Ursula Schukraft verabschiedet

Mit einer bewegenden Feier im Stuttgarter Geno-Haus wurde Ursula Schukraft am 16. Juni 2026 nach mehr als 24 Jahren bei der Diakonie Württemberg verabschiedet. Rund 70 Gäste würdigten ihr außergewöhnliches Engagement für die...

mehr lesen...
Verbände kritisieren PNOG

Verbände kritisieren PNOG

Die geplanten Regelungen des Pflege-Neuausrichtungs- und Organisationsgesetzes (PNOG) stoßen bei Fachverbänden auf deutliche Kritik. Verbände kritisieren das PNOG. Sowohl der Deutsche Verband der Leitungskräfte der Alten- und...

mehr lesen...
Demenz-WG und Hauswirtschaft

Demenz-WG und Hauswirtschaft

Die Nachfrage nach Demenz-Wohngemeinschaften ist in den letzten Jahren stark gestiegen. rhw praxis befragte Dr. Christian Weiß, Geschäftsführer der Sozialteam-Gruppe aus Regensburg, wie die Wohngemeinschaften des Trägers...

mehr lesen...
Filmkritik: „Ich verstehe Ihren Unmut“

Filmkritik: „Ich verstehe Ihren Unmut“

Mit "Ich verstehe Ihren Unmut" legt der junge Münchner Regisseur Kilian Armando Friedrich ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt vor, das den Arbeitsalltag von Reinigungskräften und Objektleitungen in den Mittelpunkt rückt....

mehr lesen...