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Reinigungsportal Homejoy gibt auf

von rbaumann | Juli 21, 2015 | Neu

Das US-amerikanische Portal Homejoy für die Vermittlung von privaten Reinigungskräften gibt auf – auch in Deutschland. Jetzt sind nur noch vier auf dem Markt.

Homejoy investierte seit 2012 über 40 Millionen Dollar von Anlegern in das Projekt und gilt als Erfinder der sogenannten Putzportale, bei denen Selbstständige in Haushalte vermittelt werden und das Portal etwa 20 Prozent Provision kassiert. Doch das ist vorbei. Gutscheine und Guthaben von Homejoy-Kunden können wegen der Pleite nicht bedient werden. Nach Angaben des Magazins Handelsblatt ist Internetriese Google daran interessiert, diesen Dienst als eigene Dienstleistung zu integrieren. Einige Programmierer von Homejoy seien schnell von Google angeworben worden, berichtet „Recode“. Hauptgrund für die Pleite seinen vier angedrohte Klagen auf Festanstellung von Selbstständigen und dass nach US-Berichten Reinigungskräfte von Homejoy wegen des geringen Verdienstes weiterhin im Obdachlosenheim leben müssten. Der Stimmungswandel sorgt gerade für viel Gegenwind in der ohnehin stark kritisierten Branche.

Eine Auswahl der Marktplätze („Putzportale“) bundesweit von Haushaltsnahen Dienstleistungen in Deutschland
– Cleanagents (seit 2013, gehört seit 2015 zu Helpling)
– Helpling (seit 2014, gehört zu Rocket Internet, nach eigenen Aussagen Marktführer, außer in den USA)
– Putzfee (seit 2014, gehört zu Kinderfee)
– Book a Tiger (seit 2014, von den Gründern von Lieferheld)
– Homejoy (Pleite, war bis 31.7.2015 auf dem deutschen Markt)
– Haushaltsjobbörse (seit Ende 2014, die Deutsche Rentenversicherung vermittelt Minijobs im Haushalt. Besonderheit: Wer hier eine Haushaltshilfe findet, muss sie bei der Minijobzentrale anmelden. Folge: Die Helfer dürfen maximal 450 Euro im Monat verdienen, dafür ist sie provisionsfrei.)
Auf dem Vergleichsportal mit dem reißerischen Namen „putzchecker.de“ können Erfahrungen mit Vermittlern von Haushaltshilfen nachgelesen werden. Wie bei vielen Bewertungsportalen ist dies zwar nicht repräsentativ, aber für einen ersten Eindruck interessant. Die Redaktion von Stiftung Warentest bewertete in einem Versuch in Ausgabe 11/2014 die Reinigungsportale sehr kritisch.

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