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Sensenstein bei Kassel: Hier wird ausgebildet!

von | Okt. 25, 2018 | aktuelle_artikel

Auf der Jugendburg Sensenstein in Nieste bei Kassel wird schon seit den 1970er Jahren in der Hauswirtschaft ausgebildet. Auch heute ist die Sportbildungsstätte noch ein aktiver Lehrbetrieb mit derzeit acht Hauswirtschafts-Azubis – und über Bewerbermangel kann Ausbildungsleiterin Martina Range nicht klagen.

Über 70 Azubis hat Hauswirtschaftsmeisterin Martina Range seit Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 1999 auf der Jugendburg schon betreut: „Die Ausbildung bei uns ist sehr vielseitig, das ist das Schöne, wir können fast alles anbieten.“ Denn die Hauswirtschaftsabteilung ist ein Lehrbetrieb, der aktiv in die Abläufe des Sensensteins eingebunden ist.
Gerade die Vielfalt der Gäste mit ihren unterschiedlichen Anforderungen macht die Tätigkeit auf dem Sensenstein sehr abwechslungsreich. Vor rund 20 Jahren wurde die Ausbildung umstrukturiert und es entstand der Ausbildungsbetrieb mit eigener Ausbildungsküche und damals zwölf Ausbildungsplätzen.
Die derzeit acht Azubis durchlaufen alle Bereiche des Betriebes im vierwöchigem Rhythmus: Nahrungszubereitung in der Ausbildungsküche, Wäschepflege, Hausreinigung, Bistro & Kiosk, Großküche und im dritten Ausbildungsjahr die Verwaltung. Jedem „Amt“ ist eine zuständige Person übergeordnet, im fachlichen Bereich durch Ausbilderinnen, in den anderen Bereichen durch entsprechendes Fachpersonal des Betriebes.

Hoher Praxisbezug in der Ausbildung
„So ist der Praxisbezug sehr groß und erleichtert den Übergang in das Berufsleben“, erklärt die Ausbildungsleiterin. Martina Range hat von 1983 bis 1986 selber ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin auf dem Sensenstein absolviert und ist nach mehreren anderen Stationen unter anderem als Hausdame im Hotel und nach einer nebenberuflichen Weiterbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin 1999 als Ausbilderin auf den Sensenstein zurückgekehrt. 2001 hat sie die Ausbildungsleitung übernommen.
In dieser Funktion ist sie zum einen verantwortlich für die Organisation der Ausbildung und ist zum anderen in der Praxis zuständig für die Ämter Wäschepflege, Bistro und Kiosk.
Alle Azubis (ob auf geförderten Plätzen oder nicht) bekommen übrigens die gleiche Vergütung. „Das war früher anders, da haben die geförderten Azubis eher ein Taschengeld bekommen. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass das geändert wird“, erklärt Martina Range.

„Wir lassen die Azubis so schnell nicht los“
Einen Unterschied gibt es aber noch. Die Azubis mit festen Ausbildungsstellen werden nach der bestandenen Abschlussprüfung für ein Jahr auf dem Sensenstein übernommen, die anderen hingegen nicht. „Denjenigen, die nicht übernommen werden, helfen wir bei den Bewerbungen. Das klappt auch zu 90 Prozent, so dass diejenigen, die wollen, auch einen Job bekommen. Übrigens ganz oft in Pflegeeinrichtungen, hier ist ein großer Bedarf.“

Text: Alexandra Höß
Foto:  Jugendburg Sensenstein

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen rhw management-Ausgabe 11/2018.

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