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Schulverpflegung: „Mach mal leise!“

von | Okt. 16, 2014 | aktuelle_artikel, Wissen-Verpflegung

Lärm ist unerwünschter Schall und führt zu Stress. Das gilt insbesondere für Essensräume wie Mensen in Schulen. Praktische Lösungen für eine bessere Atmosphäre gab es bei der Jahrestagung Schulverpflegung der Vernetzungsstelle Oberbayern Ost in Holzkirchen bei München.

Schüler des 21. Jahrhunderts werden heute von Lehrern des 20. Jahrhunderts meist in einer Raumanordnung des 19. Jahrhunderts unterrichtet. Kein Wunder, dass es hier zu akustischen Störungen kommt. Und auch bei der Mensa gibt es durch die Ganztagesschulen viel Umbruch.
„Nehmen Sie auch den Raum ernst es geht in der Verpflegung nicht nur um HACCP oder Inhaltsstoffe“, sagte Prof. Dr. Angelika Sennlaub vom Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein. Organisiert und moderiert wurde die Tagung von den Leiterinnen der Vernetzungsstelle, Kristin Mayr und Katharina Schwarzenberger.
Nach Prof. Angelika Sennlaub gehören zur Wohlfühlatmosphäre in Gasträumen grundsätzlich folgende Komponenten:
-Akustik (Musik, Hall, Lautstärke)
-Klima (Licht, Luft)
-Kontrolle (Wahlmöglichkeiten, Sichtkontrolle, Einflussmöglichkeiten)
-Raum (Farben, Größe, Ausstattung)
-Anordnung (Kommunikation, ausreichend Platz)
-Essplatz (Tischwäsche und Geschirr).
Es gibt in Deutschland jedoch keine Empfehlung für die Raumgestaltung oder gar Lautstärke in Mensen oder Schülerrestaurants. Wenn man die Schüler zu ihrer Mensa befragt, ist es den meisten jedoch zu laut, so stimmen über 52 Prozent der Aussage zu: „Manchmal ist es so laut, dass man sich kaum unterhalten kann“ (Studie von Lülfs, Spiller, 2006).

Lehrer brauchen mehr Ruhe als Schüler
Lärm ist unerwünschter Schall und führt zu Stress. Dabei fällt auf: je älter und gebildeter die Essensteilnehmer, desto empfindlicher sind sie gegenüber der Lautstärke. Das bedeutet, dass insbesondere Lehrer eher ein ruhigeres Ambiente brauchen als Schüler, für die es natürlich trotzdem nicht zu laut werden sollte.
Robert Baumann

Mehr zum Thema lesen Sie in der rhw management-Ausgabe 11/2014

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