Der Pflege-Gehaltsreport 2026 von Pflegia zeigt: Pflegekräfte verdienen im Median 4.300 Euro brutto. Doch es gibt große Unterschiede nach Region, Berufserfahrung und Position.
Pflegekräfte in Deutschland verdienen im Median rund 4.300 Euro brutto pro Monat. Das zeigt der aktuelle Pflege-Gehaltsreport 2026 von Pflegia (www.pflegia.de). Für die Analyse wurden 12.458 Stellenanzeigen aus dem Zeitraum August 2024 bis August 2025 ausgewertet.
Der Report liefert einen umfassenden Überblick über das Pflege-Gehalt in Deutschland und zeigt deutliche Unterschiede nach Region, Berufserfahrung, Position und Gehaltserwartungen von Pflegekräften.
Pflege Gehalt nach Bundesland: Stadtstaaten zahlen am meisten
Die Gehaltsanalyse zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Pflegegehalt in Deutschland.
Die höchsten Durchschnittsgehälter finden sich in den Stadtstaaten:
- Berlin: 4.273 Euro
- Hamburg: 4.255 Euro
- Bremen: 4.215 Euro
Am unteren Ende liegen vor allem ostdeutsche Bundesländer:
- Sachsen-Anhalt: 4.063 Euro
- Sachsen: 4.064 Euro
- Thüringen: 4.080 Euro
Das Ost-West-Gefälle ist insgesamt moderat:
Pflegekräfte in westdeutschen Bundesländern verdienen im Schnitt 4.185 Euro, in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) rund 4.089 Euro brutto monatlich.
Pflege Gehalt nach Städten: Dortmund und Essen auf Platz 1
Auch im Städtevergleich zeigen sich deutliche Unterschiede beim Pflege-Gehalt in deutschen Großstädten.
Die Top-Städte sind:
- Dortmund: 4.387 Euro
- Essen: 4.279 Euro
- Berlin: 4.273 Euro
- Stuttgart: 4.257 Euro
Am unteren Ende:
- Dresden: 4.012 Euro
- Duisburg: 4.141 Euro
- München: 4.029 Euro
Auffällig ist, dass München trotz hoher Lebenshaltungskosten vergleichsweise niedrige Pflegegehälter bietet.
Pflege Gehalt nach Berufserfahrung: bis zu 5.000 Euro möglich
Das Pflegegehalt steigt deutlich mit Erfahrung und Verantwortung.
Einstieg und Fachkräfte
- Pflegehilfskräfte: 2.871 Euro
- Kinderkrankenpfleger:innen: 3.364 Euro
- Pflegefachkräfte: 3.600 Euro
Spezialisierte und leitende Positionen
- Hygienefachkräfte: 3.800 Euro
- Stationsleitungen: 3.839 Euro
- Wohnbereichsleitungen: 4.070 Euro
- Pflegedienstleitungen: 4.400 Euro
- Einrichtungsleitungen: 5.050 Euro
➡️ Damit liegt die Gehaltsspanne in der Pflege bei über 2.200 Euro Unterschied zwischen Einstiegs- und Führungspositionen.
Pflegekräfte unterschätzen ihr Gehalt deutlich
Ein zentrales Ergebnis des Reports: Pflegekräfte erwarten häufig ein geringeres Gehalt als tatsächlich möglich.
- Erwartetes Gehalt (Median): 3.700 Euro
- Tatsächliches Marktgehalt: 4.300 Euro
➡️ Differenz: rund 600 Euro pro Monat
Viele Pflegekräfte unterschätzen damit ihre realistischen Gehaltsaussichten in der Pflegebranche deutlich.
Mehr Transparenz bei Pflegegehältern notwendig
„Mit den Anpassungen im TVöD Pflege ab Mai 2026 verbessert sich die Vergütung für viele Pflegekräfte im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig unterschätzen viele Pflegekräfte ihre Gehaltsaussichten um etwa 600 Euro monatlich. Mehr Transparenz über Gehälter in der Pflege ist deshalb wichtig“, sagt Felix Westphal, Geschäftsführer von Pflegia.
Pflegia plant deshalb die Einführung eines Gehaltsrechners für Pflegekräfte, um realistische Gehaltserwartungen besser einschätzen zu können.
Über die Studie: So wurde der Pflege-Gehaltsreport erstellt
Der Pflegia Gehaltsreport 2026 basiert auf:
- 12.458 Stellenanzeigen (Aug 2024 – Aug 2025)
- ausschließlich Vollzeitstellen (mind. 38 Stunden/Woche)
- nur Jobs mit konkreter Gehaltsangabe
- Median als zentrale Kennzahl für typische Gehälter
- zusätzliche Analyse von 101.482 Pflegekräften zu Gehaltserwartungen
Über Pflegia
Pflegia ist eines der führenden Jobportale für Pflegekräfte in Deutschland. Das Unternehmen wurde 2019 in Berlin gegründet und verfolgt das Ziel, mehr Transparenz und Fairness im Pflegearbeitsmarkt zu schaffen.
Kern des Modells ist ein umgekehrter Bewerbungsprozess: Arbeitgeber bewerben sich bei Pflegekräften. Ergänzt wird die Plattform durch Gehaltsinformationen, Arbeitszeitdaten und weitere Transparenzfunktionen.
Aktuell nutzen über 800.000 Pflegekräfte und rund 10.000 Arbeitgeber Pflegia. Monatlich werden etwa 1.000 Pflegekräfte vermittelt.
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