Die Gemeinschaftsverpflegung steht heute vor großen Herausforderungen: Sie soll gesund, nachhaltig, wirtschaftlich und zugleich alltagstauglich sein. Genau hier setzt Handfest Berlin an.
Das Berliner Inklusionsunternehmen Hand.Fest gGmbH zeigt eindrucksvoll, wie sich sozialer Anspruch, handwerkliche Qualität und moderne Ernährungskonzepte erfolgreich verbinden lassen. Mit einem klaren Fokus auf hochwertige Zutaten, strukturierte Abläufe und gelebte Vielfalt schafft Handfest Berlin ein Modell, das weit über klassische Cateringlösungen hinausgeht.
Seit über zehn Jahren ist Handfest Berlin in der Verpflegung von Kitas und Schulen aktiv und beliefert mittlerweile zahlreiche Einrichtungen in der Hauptstadt. Dabei werden die Konzepte gezielt an die Bedürfnisse der jeweiligen Altersgruppen angepasst. Während in Kitas und Grundschulen besonders behutsam gewürzt wird, orientieren sich alle Speisen konsequent an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Auch organisatorisch zeigt sich die Stärke von Handfest Berlin: Schulen werden oft mehrmals täglich frisch beliefert und durch eigenes Ausgabepersonal unterstützt, während Kitas effizient ohne zusätzliches Personal versorgt werden. Dieses flexible System ermöglicht eine passgenaue Umsetzung auf hohem Niveau.
Inklusion als Erfolgsfaktor bei Handfest Berlin
Ein zentraler Bestandteil des Erfolgs von Handfest Berlin ist die konsequente Inklusion. Rund die Hälfte der Mitarbeitenden lebt mit einer Behinderung – und bringt ihre individuellen Stärken aktiv in den Arbeitsalltag ein. Statt Defizite in den Vordergrund zu stellen, setzt Handfest Berlin auf Fähigkeiten und Potenziale. Neue Mitarbeitende durchlaufen Praktika oder Probearbeiten, um die passenden Aufgabenbereiche zu finden – sei es in der Küche, Logistik, Verwaltung oder im Service.
Wie gut dieses Konzept funktioniert, zeigt sich in der Praxis: Ein Mitarbeiter mit Autismus übernimmt beispielsweise strukturierte Aufgaben in der kalten Küche und sorgt mit hoher Präzision für die Portionierung von Speisen. Gleichzeitig arbeitet eine gehörlose Kollegin selbstverständlich im Team der Essensausgabe und ist im direkten Kontakt mit Schülerinnen und Schülern. Handfest Berlin beweist damit, dass Inklusion nicht nur möglich, sondern ein echter Mehrwert für Unternehmen und Gesellschaft ist.
Trotz unterschiedlicher Qualifikationen gewährleistet Handfest Berlin konstant hohe Standards. Regelmäßige Schulungen, klare Prozesse und kontinuierliche Qualitätskontrollen sorgen dafür, dass sowohl hygienische als auch handwerkliche Anforderungen jederzeit erfüllt werden. Ergänzt wird dies durch interne Audits, die die Qualität langfristig sichern.
Bioanteil von rund 90 Prozent
Auch im Bereich Ernährung setzt Handfest Berlin Maßstäbe. Mit einem Bioanteil von rund 90 Prozent und einem starken Fokus auf regionale Produkte wird Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt. Unterstützt wird dies durch die eigene Biobäckerei, die frische Backwaren für die tägliche Verpflegung liefert. Gleichzeitig reagiert Handfest Berlin auf aktuelle Trends: Gesunde Snacks wie Vollkornbrote, Wraps oder Bowls gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden gezielt in das Angebot integriert.
Handfest Berlin zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in inklusiven Gastronomiebetrieben steckt. Neben wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit entsteht ein zusätzlicher sozialer Mehrwert, der in Zukunft eine noch größere Rolle spielen kann. Voraussetzung dafür sind jedoch passende Rahmenbedingungen, etwa die stärkere Berücksichtigung sozialer Aspekte bei Ausschreibungen.
Das Interview mit Handfest-Geschäftsführer Jakob Wehner lesen Sie in rhw management 4/2026
Foto: Hand:Fest gGmbH
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