Hauswirtschaft geht über die reine Organisation von Abläufen hinaus. Sie trägt zur Gestaltung von Beziehungen bei, schafft Kommunikationsräume und beeinflusst die Lebensqualität im Alltag. Die Beiträge dieser Ausgabe zeigen, wie professionelles hauswirtschaftliches Handeln wirken kann – fachlich fundiert und zugleich praxisnah.
Kritikgespräche führen
Wie anspruchsvoll Kommunikation in sozialen Einrichtungen ist, verdeutlicht das Interview mit Coach Gislinde Dietz ab Seite 6. Unter dem Titel „Kritikgespräche – Ein ,Nein‘ ist ein ganzer Satz“ wird deutlich, dass schwierige Gespräche keine Störung, sondern Teil der Führungsaufgabe sind. Vorbereitung, Zielklarheit und die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation unterstützen dabei, Kritik wertschätzend und gleichzeitig konsequent zu formulieren. Gerade in der Hauswirtschaft, wo Nähe, Teamarbeit und Zeitdruck aufeinandertreffen, sind diese Kompetenzen besonders relevant.
Die zentrale Rolle der Hauswirtschaft in der Altenhilfe wird im Beitrag „Für mehr Genuss und Gesundheit im Alter“ ab Seite 9 aufgezeigt. Ernährung wird hier als „Totalphänomen“ verstanden, da sie sowohl physiologische Grundlage als auch kulturelle Identität, Genussquelle und Ausdruck von Selbstbestimmung ist. Am Beispiel eines Praxisprojekts der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft (ALH) Kupferzell wird veranschaulicht, wie hauswirtschaftliche Betreuung Teilhabe fördern kann.
Wenn Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam mit angehenden Hauswirtschaftsleitungen Speisen planen, Kräuter ernten oder backen, entstehen Möglichkeiten zur Selbstwirksamkeit, Sinnstiftung und Lebensfreude. Diese Aspekte gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Mangelernährung und Multimorbidität an Bedeutung.
Multikulturelle Vielfalt im Berufsleben
Das Interview mit Alexandra Höß zur multikulturellen Vielfalt im Berufsleben ab Seite 22 richtet den Blick auf eine Realität, die Teams zunehmend prägt. Unterschiedliche Kommunikationsstile, Zeitverständnis oder Hierarchiekonzepte können sowohl Herausforderungen als auch Chancen darstellen. Entscheidend ist eine klare Haltung in der Führung, geprägt von Respekt, Kultursensibilität und Integrationsbereitschaft. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wird interkulturelle Kompetenz zu einer zentralen Zukunftsaufgabe.
Diese Ausgabe versteht Hauswirtschaft als ein professionelles Handlungsfeld mit hoher sozialer, kultureller und gesundheitlicher Relevanz und lädt dazu ein, neue Impulse für die Praxis zu gewinnen.
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