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Reinigungsroboter im Altenheim: Was kann er und was nicht?

Autark, sauber und schnell: Das Team der Hauswirtschaft der Alexander-Stift-Service GmbH (Diakonie Stetten) erkundigte sich bei Anbietern von Reinigungsrobotern. Ein Modell sprach sie besonders an. Wir wollten mehr wissen über die Anwendungspraxis rund um den „neuen Kollegen“ der Gebäudereinigung.

Zunächst für einen Monat auf Probe stellte ein Unternehmen seinen Scheuersaugroboter zur Verfügung. Man kann den Roboter für etwa 20.000 Euro kaufen oder leasen mit Servicepaket von zum Preis von monatlich etwa 650 Euro.

Der Roboter eignet sich besonders für Flächen mit großen Quadratmeterzahlen, also beispielsweise für Flure in Seniorenheimen und Krankenhäusern, für Besprechungsräume oder große Speisesäle, sagt Regina Bürkle, stellvertretende Geschäftsführerin der Alexander-Stift-Service GmbH mit 22 Pflegeheime in Baden-Württemberg.

Ausprobiert wurde das Gerät zunächst im Otto-Mühlschlegel-Haus in Weinstadt-Endersbach in Zusammenarbeit mit dem Team von O+S Offterdinger & Sailer (Teil vom Fachgroßhändler TopServ). Inzwischen steht der Reinigungsroboter in Talheim im Landkreis Heilbronn an einem neuen Standort, bei dem ein recht schmutzempfindlicher und „regelrecht staubanziehender“ grauer Vinylboden verlegt wurde. Regina Bürkle: „Leider sieht man den Staub immer sofort und wir hätten diesen Bodenbelag jeden Tag reinigen müssen.“ Diese Aufgabe übernimmt inzwischen täglich der neue Scheuersaugroboter, zeitlich am besten in der Mittagspause, wenn die Bewohner:innen im Speisesaal sind oder in den etwas ruhigeren Abendstunden.

Er kann fast alles, außer Bewohnerzimmer

Und so geht es am besten: „Unsere Mitarbeitenden begleiten sozusagen den Roboter mit auf seiner Runde über den Flur und reinigen parallel dazu die Bewohnerzimmer. Auf diese Weise ist immer jemand in seiner Nähe.“ Die Reinigungskräfte kümmern sich um die Bäder und die Bewohnerzimmer und reinigen dann in den Fluren die Kanten nach.
Denn neben den Bewohnerzimmern sind die Kanten das Einzige, was der Roboter nicht so gut beherrscht. „Wir haben extra das kleinere Modell gewählt, das nur etwa kniehoch ist. Denn bei einer noch größeren Scheuersaugmaschine würde diese oben an die Handläufe stoßen und dadurch schlechter in die Randbereiche kommen.“

Bei dem Roboter, der nur mit Wasser reinigt, handelt es sich um ein Kombinationsgerät. Er kann nach seiner Arbeit auf den Fluren zusätzlich als normale Scheuersaugmaschine eingesetzt werden und so beispielsweise für die Reinigung von Bädern benutzt werden, dann aber handgeführt von einer Fachkraft. Die Alexander-Stift-Service GmbH hat den Reinigungsroboter Cobot R3 nach dem Test erworben und seit Januar 2023 ist er im Einsatz.

Den ganzen Bericht lesen Sie in rhw management 6/2023.

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