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Geplantes Steuerplus bei Gastro-Speisen kann schwere Folgen haben

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für Speisen in Lokalen und beim Partyservice muss auch über den 31. Dezember 2023 hinaus verlängert werden. Das fordert nach der DEHOGA nun auch der Party Service Bund Deutschland e.V. mit Sitz in Bremen.

Sein Bundesgeschäftsführer Wolfgang Finken warnt: „Sollten ab Januar 2024 wieder 19 Prozent gelten, würde es für Partyservice-Unternehmer und Caterer enorm schwer werden, die zusätzlichen 12 Prozent am Markt durchzusetzen. Schließlich haben viele von ihnen erst 2022 aufgrund gestiegener Lebensmittelpreise, Energiekosten und weiterer Belastungen ihre Preise erhöht.“

Mit besonderer Sorge betrachtet der Party Service Bund Deutschland die Situation in der Kita- und Schulverpflegung. Die Berichte häuften sich, dass Eltern ihre Kinder aus Kostengründen vom Essen abmeldeten. Das Ende der Steuerermäßigung würde die Situation voraussichtlich verschärfen, befürchtet Wolfgang Finken.

Der Bundesgeschäftsführer weist außerdem darauf hin, dass die Rückkehr zur höheren Steuer ein „Rückschlag für nachhaltiges Handeln“ werden könnte. Schließlich verlange regionales und biologisch orientiertes Handeln höhere Investitionen, für die dann weniger Spielraum vorhanden sei.

Auch in Anbetracht des Kostendrucks in Seniorenheimen ist das Thema relevant, wie diese rhw-Diskussion um die Tagessätze zeigt. Die Kosten, die Krankenversicherte für einen Platz im Pflegeheim aufbringen müssen, sind zuletzt deutlich gestiegen, auf inzwischen über 2.500 Euro pro Monat. Der Betrag fürs Essen im Altenheim liegt weiterhin nur bei 4,70 Euro als Richtwert – für vier Mahlzeiten und Getränke.

Foto: Happy Bowl

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