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Von Bahnstreiks und betrieblicher Gesundheit

von rbaumann | Mai 19, 2015 | aktuelle_artikel, Neu, Wissen-Mitarbeiterführung

Nachdem bereits beim 12. rhw-Hygieneforum die Zugräder still standen, streikte die GDL nun pünktlich zur nächsten rhw-Großveranstaltung erneut. Dies allerdings hielt die Teilnehmer des 8. rhw-Erfolgstages nicht davon ab, sich Ende April 2015 im Ka Eins Ökohaus in Frankfurt am Main zum Thema „Betriebliche Gesundheit in der Hauswirtschaft” weiterzubilden und vielseitigen Vorträgen Gehör zu schenken.

Der rhw-Erfolgstag wurde von M. Christine Klöber vom Beratungsunternehmen KlöberKassel moderiert. Sie wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die Gefahr eines Burnouts, verursacht durch eine zunehmende Komplexität der Arbeit und Aufgaben, mehr und mehr zunimmt, gleichzeitig wird die verfügbare Zeit immer knapper. Die Zahl der Fehltage, sei es aufgrund psychischer oder physischer Erkrankungen, steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Daher äußerte sie den Wunsch: „Time-out statt Burnout!“ und forderte die Teilnehmer/innen dazu auf, sich und ihre Einrichtung zu hinterfragen und zu eruieren, ob sie in ihrer jeweiligen Abteilung für die kommenden Aufgaben richtig aufgestellt sind.

„Lunte brennt von beiden Seiten!“
„Arbeit an sich macht nicht krank. Sinnvolle und zu bewältigende Arbeit wirkt sich gut auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Allerdings: als sinn- und wertfrei empfundene Arbeit macht mürbe und krank! Prozesse, in die die Beteiligten nur unzureichend involviert werden, ebenso“, so die klaren Worte von Christine Klöber.

Der Rückgang an Auszubildenden, aber auch an Ausbildungsbetrieben in der Hauswirtschaft, sei ebenso ein alarmierendes Zeichen: „Die Lunte brennt von beiden Seiten!“, so Klöber. Daher sollte Quereinsteigern der Weg in die Hauswirtschaft erleichtert werden.

Als Führungskraft solle man bei den Angestellten ein Bewusstsein für einen gesunden Betrieb schaffen, beispielsweise durch Gymnastikstunden oder ein gesundes Essensangebot, so die Ansicht von Rechtsanwalt Peter Hützen von der Kanzlei Vangard in Düsseldorf. Jedoch sei dies in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft oftmals nicht einfach. Der permanente Stress, dem man ausgesetzt ist, mache auf Dauer krank.
Eva Maria Reichert

Mehr zum Thema lesen Sie in der rhw management-Ausgabe 6/2015

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Foto: Eva Maria Reichert

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