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Alte Utting: Wie ein Gastro-Schiff auf die Brücke kam…

von | Okt. 21, 2019 | Neu

Vor drei Jahren sollte ein Ausflugsdampfer vom Ammersee in Bayern nach über 60 Betriebsjahren verschrottet werden. Wie daraus ein Restaurant wurde und was es dabei zu beachten gab, erfahren wir bei einem Besuch auf der „Alten Utting“ in München.

Hinter diesem einmaligen Projekt steckt der Kulturverein Wannda e.V., allen voran Daniel Hahn, Kopf des Zusammenschlusses.

Brandschutz – auch hier großes Thema

Zunächst machten viele Auflagen dem geplanten Eröffnungstermin einen Strich durch die Rechnung: So gilt ein Schiff auf einer Eisenbahnbrücke nicht als Schiff, sondern als ein feststehendes, öffentliches Gebäude und bedarf statt einer zweifachen Sicherung, wie es auf Wasser verlangt wird, einer fünffachen. Hinzu kommt noch die Absicherung durch den Brandschutz: „Während das primäre Ziel auf See ist, nicht unterzugehen, gilt für Bauwerke an Land, das Gebäude im Brandfall möglichst schnell verlassen zu können.“, erklärt Hahn. Auch die Baustelle musste als solche zu Gunsten der Arbeiter gesichert werden.

Obwohl das Schiff nur einen symbolischen Wert von einem Euro gekostet hat, führte das Projekt zu einer hohen sechsstelligen Summe. Mit an Bord hat Daniel Hahn glücklicherweise Multitalent Frank Engelmann aus Brandenburg. Mal zeigt er sich als Klempner, mal als Schlosser, mal als Maurer. Mit seiner Kreativität und Erfahrung schafft er es, eine Auflage nach der anderen in die Praxis umzusetzen. So baute er auch den verpflichtenden Notausgang in den Rumpf. Dafür fertigte er im Vorfeld ganz pragmatisch ein Modell aus einem Aschkasten an, um die Biegung des Rumpfes nachzuahmen, und kreierte so eine gut durchdachte, individuelle Lösung für das Problem. Auch für die Toilettenkabinen experimentierte er so lange mit alten Blechen bis auch hierfür die passende Lösung gefunden war.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen rhw management-Ausgabe 11/2019.

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